Meine Heimat, Katze

Eine Geschichte vom Krieg
Geschrieben und illustriert von Ayeda Alavie

Ein Mädchen in Iran erlebt, wie sich die Welt verändert, als der Krieg mit dem Nachbarland Irak ausbricht. Der Alltag ist geprägt von Alarmsirenen, zerbrochenen Fensterscheiben und Stromausfällen – doch auch von hellen Träumen und den weisen Worten der Großmutter beim Licht der Öllampe. Eines Tages nehmen sie eine kleine Straßenkatze mit nach Hause …

Das Buch findet einfühlsame Worte und Bilder für etwas, das kein Mensch und am wenigsten ein Kind erleben sollte: den Krieg. Die Geschichte spielt während der islamischen Revolution und des ersten Golfkrieges. In dieser dunklen Zeit leuchtet der Wunsch nach Frieden umso heller hervor. Für die Protagonistin werden Katze, Hund und Bäume zu Vorbildern und Botschaftern des Friedens. Sie geben Hoffnung und motivieren dazu, durch fürsorgliches und empathisches Handeln etwas zu verbessern. Eindrücklich in Erinnerung bleibt auch der »Menschheitskörper«, als humanistisches Bild für das Miteinander in der Welt, basierend auf einem Gedicht des klassischen persischen Dichters Saadi.

Ein Vorlesebuch/Erstlesebuch über den Krieg und den Wunsch nach Frieden

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Reaktionen

Die Autorin versteht es sehr gut ihre Gefühle als kleines Mädchen während des Iran-Irak-Krieges zu beschreiben. Während sie einfache erste Wörter in der Schule lernt, die Welt zu entdecken beginnt, stürzen die Mächtigen der beiden Länder die Golfregion in den Abgrund. Es geht um Erdöl, um Macht und Einfluss am Persischen Golf. Wohl nur ein aufmerksames Kind nimmt die ersten Verlierer wahr: Die nämlich, denen selbst in Friedenszeiten ein Stimme fehlt – Tiere und Pflanzen (die Natur)! Das kleine Mädchen scheint die Einzige zu sein, die sich um sie sorgt. […]

Es bedarf noch vieler Autorinnen und Autoren in allen Kulturkreisen, um die Botschaft des Friedens und die Achtung der Natur zu verbreiten.

Christian Kühn, Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse, 2022