Im Reich der verlorenen Dinge

von Claudia Kaiser und Martin Lickleder
Illustriert von Martin Pflanzer

»Verflitscht und verflutscht! Ständig gehen mir meine Sachen verloren!«, ärgert sich Ivi.
»Dinge gehen nirgendwohin. Dinge tun gar nichts«, sagt Ivis Vater. Wenn der wüsste!
Denn als Ivi sich aufmacht, ihre Siebensachen zu suchen, findet sie sich auf einmal in einer außerordentlich merkwürdigen Welt wieder: Im Reich der verlorenen Dinge.
Dort erlebt sie irrwitzige Abenteuer mit Dingen, die sehr wohl etwas tun, und gerät in die Fänge des großtuerischen Königs Futsch. Der freut sich, endlich einen Menschen in seinem Reich zu haben. Denn wozu sind Dinge schon nütze, wenn sie niemand benutzt …

Hardcover, 272 Seiten, farbig illustriert, ab 8 Jahren (plus minus)

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Presse:

Ein Buch in Teamarbeit – das passt zu Martin Lickleder und seiner Arbeitsweise. […] Und zum Inhalt: Lustig und lehrreich und mit einer universellen Aussage: Dass man nämlich seine Siebensachen zusammenhalten soll. Außerdem, so findet Martin Lickleder, passe das Buch in den jetzigen Zeitgeist, der Nachhaltigkeit groß schreibe.

Passauer Neue Presse, 24.09.2019

Das Kinderbuch des kleinen, feinen Münchner Hagebutte Verlages ist für junge Leute als kurzweiliger Orientierungsplan im großen Gewirr der Alltagsgegenstände geschrieben. Auch für Erwachsene ist’s eine erbauliche Lektüre: Endlich zu wissen, dass die verlorenen Dinge nicht ganz, sondern nur so ein bisschen weg sind, ist beruhigend. Es gibt das gute Gefühl, dass die Suche irgendwann von Erfolg gekrönt sein kann. Wie heißt es in dem Buch so schön: »Der Witz ist, dass man nie das suchen darf, was man finden will!«

Süddeutsche Zeitung, 20.12.2019

Da das junge Schlüsselkind Ivi nun allerdings ein mutiges Mädchen ist, bricht es auf zu einer kleinen Heldenreise, und es ist beinahe magisch zu lesen, wie Lickleder und Kaiser es schaffen, die kindliche Gefühlswelt ihrer Protagonistin sprachlich einzufangen und den Zauber der Kindheit nachzubilden, diese eigentümliche Mischung aus pensée sauvage, Drolligkeit und Urängsten.

Junge Welt 13.2.2020, Zum Artikel

So ist denn „Im Reich der verlorenen Dinge“ auch eine Emanzipationsgeschichte. Eine Loslösung vom Vorwurf des „Verschlampens“ durch den Vater, eine Loslösung von „Armer Bär“ (die Zeit des Teddyspielens geht zu Ende), eine Entwicklung zu mehr Selbstständigkeit. Fazit: „Im Reich der verlorenen Dinge“ könnte gut Gegenstand einer oder mehrerer Unterichtseinheiten in den 3. und 4. Klassen sein. Inhalt: Was bringt Ordnung, was ist Konsum, was macht ein Überfluss im Angebot mit uns Menschen und wie ist es um die Regentschaft von König Futsch (Geld regiert die Welt) wirklich bestellt?

Christian Kühn, Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse